Klettern in Innsbruck

Veröffentlicht in: Klettertouren | 0

Recht kurzfristig schlossen sich Manu & Andy dem Kultur-Sommer-Betriebsausflug nach Innsbruck an.

Noch ehe die in Bussen angekarrte Kollgenschar die Skisprungschanze, den Glitzerfummel bei Swarovski oder die Stadt bei mehreren Stadtführungen besichtigen konnte, schnappten wir uns das erste Taxi und ließen uns zur Martinswand kutschieren.

Wie befürchtet spielte das Wetter nicht so ganz mit. Wir hatten uns ein paar Alpinrouten ausgeschaut: der Plan war mit der Kaiser Max Spätlese (7 SL/ VI+) unten zu beginnen und Maxl`s Krone (5 SL/ VII-) oben drauf zu setzen. Als Alternativen standen unten auch die Routen Flying Grass (7SL/ VII-) und Scotty beam me up (5SL/ VII) zur Auswahl. Da die Routen nicht vollständig abgetrocknet waren und ein Schauer jederzeit möglich war, entschlossen wir uns für Plan B: Sportklettern an der Gallerie.

Wir stiegen also über schmierigen Untergrund in Richtung der von unten weithin sichtbaren (Bahn-)Gallerie an. Leider nicht auf dem richtigen Weg und so kämpften wir uns mühsam im Steilwald und ungemütlichen Schrofengelände aufwärts. Stiegen schließlich noch auf die Gleise (es kam zum Glück grad keine Bahn) und gelangten so zum Pfeiler mit den Eisenklammern für den Zustieg zum Klettergarten oberhalb der Gallerie.

Ein schönes Platzerl da droben mit cooler Sicht auf Innsbruck. Nur die Autobahn störte…

Aus dem Panico-Führer Karwendel ging hervor: leichteste Route VI+. Wird mal wieder ein Kaltstart werden.

Vor Ort stellten wir überrascht fest, dass es wohl eine Menge neuer Routen gab, die nicht im Führer drin sind. Kein Routenname ange-schrieben.

Absicherung gut bis sportlich.

Wir suchten uns also optisch die leichteste nicht verzeichnete Route aus und los gings. War dann doch net so leicht. Ziemliches fluchen & „Angst essen Seele auf“ meinerseits. Irgendwie durchgewurschelt. Dieses Motto galt auch für alle anderen Routen, die wir probiert haben (70 oder besser: 80-Meter-Seil erforderlich!).

Schließlich fand auch ein Pärchen aus Darmstadt den Weg hier herauf und ein Blick in deren Führer (Sportklettern Tirol) offenbarte ebenso Lücken. Allerdings fanden wir zumindest eine Route, die wir geklettert sind: Viva la AMS, 6b. Schöne Route, aber hart für den Grad. Später, nachgeschaut bei Climbers Paradise: bewegten sich alle Routen wohl um den Grad 6a+ und 6b. Nicht geschenkt, aber gut für`n Schädel… Ach ja: toprope hab ich noch die Let`s Dance, 6c+ chancenlos probiert.

Das Wetter hielt ganz gut – schließlich ärgerten wir uns ein wenig, nicht doch die Alpinrouten angegangen zu sein. Irgendwann mussten wir zurück zum Bus – der Abstieg klappte problemlos – ab ins Taxi und im Bus mit mehreren Augustiner zurück in die Landeshauptstadt 🙂

Manu & Andy.

Schreibe einen Kommentar