Bergsommer in der Schweiz

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Hoi,

in diesem Sommer hat es uns mal wieder in die Schweiz verschlagen, um dort das eine oder andere in den Bergen zu machen. Mit im Gepäck waren neben der obligatrischen Berg- und Kletterausrüstung nur die Führer „Hochtouren Westalpen“, „SAC-Führer Wallis“, „AV-Führer Gran Paradiso“, „Plaisir alpin“ und „Plaisir Selection“. Plan war eignetlich, irgendwas im Wallis und in den Grajischen Alpen zu machen.  Allerdings ließen wir uns von Wetter, Lust und Laune treiben… 🙂

Start in Augsburg war ganz entspannt am Samstag, den 18.08. mit der Fahrt Richtung Schweiz. Da dies einer der heißesten Tage dieses Jahres war, machten wir einen stop-over am Walensee zum Baden, um dann später ganz entspannt zum Klausenpass zu fahren, wo wir die Nacht verbrachten. Am Sonntag klingelte der Wecker um 5:00 Uhr, um uns mit einer lockeren Hochtour in Bergstimmung zu bringen. Was folgte war eine tolle Tour, bei besten Wetterbedingungen und Verhältnissen am Berg:

Clariden, 3267 m, Über das Iswändli, PD, 40°, II, 1340 Hm

Da wir anschließend noch nicht genug hatten wanderten wir noch zur Chammli Alp um Käse zu kaufen und um den Abend gemütlich ausklingen zu lassen.

Am nächsten Tag fuhren wir weiter, machten Pause am Urner See zum Baden, kauften den Coop leer und schlugen unser Nachtlager am Furkapass auf. Für den nächsten Tag überlegten wir uns wieder eine Hochtour:

Gross Muttenhorn, 3099 m, PD-, 30°, II, 900 Hm

Dieser Berg eignete sich als entspannte Eingehtour, bei der wir nicht allzu bald los mussten. Wir wollten das kleine Nordwändle klettern, welches im Führer beschrieben war, allerdings gibt es dieses so nicht mehr (Stichwort: Klimaerwärmung), sondern es ist im Winter/ Frühjahr nur noch eine Firnrinne, die im Sommer nicht zu gehen ist. Blöd! Wir sind dann weiter westlich über eine kleine Firn- und Schuttrinne auf den NW-Grat gestiegen um dann den Gipfel über diesen zu ersteigen. Ein tolles Panorma war der Lohn! Nicht ausgelastet gingen wir dann den gesamten NW-Grat im ständigen Auf und AB (bis II+) zum Tällistock hinüber, um von diesem dann wieder abzusteigen und zum Furkapss zurück zu kehren.

Am Bus angekommen schmiedeten wir wieder neue Pläne. Natürlich immer mit dem neuesten Wetterinfos vom DAV Bergwetter. Für die nächsten beiden Tage (Mi, Do) sagte er jeweils bis Mittag gut, dann Gewitter. In der Nacht auf Freitag bis Samstag sollte eine kleine Kaltfront eintreffen. Somit war der Plan klar und wir gingen Mittwoch zur Sidelenhütte um klettern zu gehen:

Klein Bielenhorn, 2940 m, Schildchrötligrat, 4a, ca. 300 Klettermeter

Das Gebiet rund um den Furkapass und der Sidelenhütte ist ja weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Zurecht!! Traumgranit, tolle Touren undwahnsinnige Tiefblicke. Spätestens seit der Mammut-Werbung kennt auch jeder das Kleine Kamel am Furkapass.

Davon angetan wollten wir am nächsten Tag gleich nochmal klettern. Wir fuhren zum Hotel Belvedere am Fuße des Rhonegletschers, von wo man in einem kurzen Anmarsch verschiedene Klettertouren erreichen kann. Bevor dann das schlechte Wetter eintraf, konnten wir noch eine Tour klettern:

Via Bepi, 5a, ca. 180 Klettermeter (am Klein Furkahorn)

Am Freitag, den 24.08. erreichte uns dann das vorausgesagte schlechte Wetter und wir beschlossen eine kleine Wanderung zum erholen zu machen. Naja, am Ende waren es dann doch fast 5h, 800 Hm und ca. 8 km. Planung ist eben alles…. 🙂

Binntalhütte, 2269 m

Dann musst eben der Samstag als Pausentag herhalten! Wir fuhren nach Brig, bummelten, gingen einkaufen, essen, Internet, Wetter, Tourenplanung, Entspannung,…..

Fazit nach der ersten Woche: wir sind bereit für mehr und höheres!

 

… to be continued…!

 

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