Bergsommer in der Schweiz (Teil 2)

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Hoi zam,

weiter geht esam Sonntag, den 26.08. ganz entspannt am Ende des Saastals mit einem gemütlichen Frühstück am Bus, Rucksäcke packen und der Freude darüber, dass unser Auto auf dem wahrscheinlich einzigsten kostenlosen Parkplatz im Saastal steht. Dann machten wir uns auf zur Britanniahütte auf 3030m. Eine wunderschöne Wanderung führte uns zur perfekt organisierten Hütte, von welcher wir noch das Klein Allalin (Hüttengipfel) bestiegen und die morgige Tour samt Gipfel bestaunen konnten. Um sieben gab es dann Abendessen, danach noch ein Bier und um 21:00 Uhr gings ab ins Bett. Um vier Uhr war die Nacht nämlich vorbei (klar, wir sind ja in den Westalpen) und wir stapften blöderweise mit nur einer Stirnlampe bewaffnet durch die Dunkelheit Richtung Allalinhorn. Wir wollten nicht über den Normalweg und daher entschieden wir uns für den Hohlaubgrat, auch weil alle Führer diesen Grat und Aufstieg zum Allalinhorn zu einer der lohnensten Touren hochlobten. Zu Recht, wie wir meinen! Firn-, Schnee- und Eisflanken bis 45°, eine kurze Kletterstelle und dann ein 4000er Gipfel. Wir hatten Glück, waren alleine auf der Tour und eine halbe Stunde alleine am Gipfel. Wer das Allalinhorn kennt, weiß, dass dies seeeehr selten ist!

Allalinhorn, 4027 m, Hohlaubgrat, PD, 40°, II, 1100 Hm
Nach der tollen Tour standen dann noch 2700 Hm ins Tal an, die aber locker von der Hand gingen. Der Tag endete in der Abendsonne mit Bier und Gegrilltem am Camping Mischabel. Am nächsten Tag ging es dann hoch zur Weissmieshütte und kletterten am Jägihorn die Tour Alpendurst. Hammertour! Von unten bis oben absolut tolle Klettertour.

Jägihorn, Alpendurst, 4c

Der Mittwoch stand dann wieder ganz im Zeichen einer Westalpenhochtour. Fünf Uhr gabs Frühstück und dann ab zum Lagginhorn.

Lagginhorn, 4010 m, Westgrat, PD, 40°, II, 720 Hm

Nach der Tour gings ganz enstpannt mit Monstertrottis (Monster-Tretroller) ins Tal und dann dem schlechten Wetter flüchtend Richtung Tessin. Am Lago d´Orta sind wir dann hängen geblieben, haben gebadet und waren noch ein paar mal beim Sportklettern. Am Abend schmiedeten wir dann immer Pläne für nach der Schlechtwetterperiode. Am Samstag allerdings hat der AV-Wetterbericht leider eine vernichtende Prognose für unsere Ideen von sich gegeben. Genuatief mit viiiiel Schnee im Wallis. Alleine im Tannheimer Tal hat er Kletterwetter vorhergesagt. Also, gesagt, getan, ab aufs Gimpelhaus. Sonntag und Montag haben wir dort dann noch einiges geklettert und sind dann am Dienstag, den 04.09. wieder nach Aux gekommen. So ganz beendet war aber unsere Lust auf Fels noch nicht, so dass wir dann übers WE noch in den Frankenjura zum Klettern gefahren sind.

Alles in allem war es eine tolle Zeit mit vielen Erlebnissen und der Erkenntnis, dass man den Wetterbericht richtig interpretiert nutzen kann um aus den Tagen das Beste herauszuholen.

Viele Grüße

jens

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