Olperer Überschreitung (08./09.09., PD+, III-)

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„Zillertal, du bist mei Freid!“ so lautete das Motto der Gemeinschaftsbusfahrt der Bergsteigerabteilung in die Zillertaler Alpen. Vier unterschiedliche Gruppen brachen vom Schlegeisspeicher aus zu Wanderungen und Hochtouren auf. Die AG19 (in Form von Mila & Andy) übernahm die Führung der Gr. 4. Und diese war mit den Teilnehmern Annette, Gisela, Alex, Thomas und Stefan hervorragend besetzt.

Tag 1: es stand der Aufstieg zur Olpererhütte auf dem Plan. Wir wählten nicht die direkteste Linie vom Schlegeisspeicher, sondern einen “Umweg”: Friesenberghaus – Hoher Riffler (3231 m) – Friesenberghaus – Olpererhütte. Cool war der sportliche 750 Hm-Aufstieg (ohne Rucksack) in 1:09 Std. vom Friesenberghaus auf den Hohen Riffler. Hier nahmen wir die pyramidenförmige Schauseite des dritthöchsten Gipfels der Zillertaler Alpen und unser morgiges Gipfelziel, den 3476 m hohen Olperer in Augenschein. Mit einer gehörigen Portion Vorfreude bewunderten wir Riepengrat (Aufstieg) und Nordgrat, auch Wildlahnergrat genannt (Abstieg) im Profil.

Am Abend wartete die Olpererhütte aufgrund totaler Überfüllung mit reihenweise amüsanten Szenen auf. So konnten wir – mit unserem Zimmerlager im Rücken – entspannt bei “isotonischen Bergsteigergetränken” die “Schlacht um die Notlagermatratzen” verfolgen. Trotz tumultartiger Szenen war die Hüttenbesatzung stets freundlich und gut drauf (Lob!).

Tag 2: Gipfeltag! 5.00 Uhr Frühstück und Aufbruch um 05.30 Uhr mit Stirnlampen. In leichter Blockkletterei erklommen wir über den unteren Teil des Riepengrats den Schneegupf (ca. 3250m). Diesen stapften wir im Firn/ Eis hinauf an dessen oberen rechten Rand und gelangten über ein neues Fixseil (Stahlseil) an die Gratkante. Ab hier turnten wir am laufenden Seil bei einer Traumaussicht sehr exponiert auf der Gratschneide (II+) hinüber zum Gipfel des Olperers. 20 Minuten “Hax`n ausstrecken” am sonnigen und (noch) ruhigen Gipfel. Jedoch mahnte die Ameisenstr. von der Geraer Hütte den Olpererferner zur Wildlahnerscharte herauf einen baldigen Aufbruch an. Los ging`s den meist plattigen Nordgrat (III-) hinab. Meist am laufenden Seil, an manchen Stellen abseilen oder ablassen. Der befürchtete Gegenverkehr trat ein und es gab hier und da Stau. Krass, was und wer sich hier alles den Aufstieg zumutet. Bei einem derart stabilen Wetter konnten wir über so manche für Zeitverzögerung sorgende ”Kletterkunst” verschiedener Aufstiegsaspiranten schmunzeln.

Schließlich seilten wir uns kurz oberhalb der Wildlahnerscharte gletschermäßig an und ab ging`s über den Olpererferner in Richtung Geraer Hütte. Dort auf der Terrasse ließ es sich bei Speis & Trank gut aushalten, ehe uns die Abfahrtszeit des Busses im Valser Tal die letzten 1000 Hm zum Gasthaus Touristenrast hinabeilen ließ, wo die anderen Gruppen schon auf uns warteten. Nach einem oder zwo Abschlussweizen ging`s dann im Bus zurück nach Augsburg…

Merci an alle die dabei waren: geil war`s!
Mila & Andy.

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