Gr. Möseler – „Himmelsleiter“ (22./23.09., AD, II, 60°)

Veröffentlicht in: Eisklettern, Hochtouren, Klettertouren, Uncategorized | 0
Gr. Möseler, 3480 m

Samstag 22.09.2012

Am Samstag Morgen gegen 7 Uhr trafen wir uns und es ging los in Richtung Zillertal.

Die Mountainbikes hatte der Johannes bereits eingeladen und wieder mal wurde bewiesen wie genial so ein Kombi sein kann. Das Wetter dagegen sah nicht so genial aus, da es von Augsburg bis Garmisch durchgehendstark regnete. Ab Innsbruck besserte sich das ganze jedoch und am Schlegeisspeicher war sogar die Sonne zu sehen. Im Nachhinein betrachtet war das wohl auch unser Vorteil, dass kaum Bergtouristen unterwegs waren. Am Schlegeisspeicher angekommen wurden die Mountainbikes montiert und die Rucksäcke geschultert, welche aufgrund der Entscheidung für eine Biwakübernachtung an der Gletschergrenze etwas schwerer ausfielen.

Nach etwa 2h erreichten wir das Furtschaglhaus wo es den ein oder anderen verwunderten Blick bezüglich der Ausrüstung gab. Zwei Weißbier später fanden wir uns auf dem Weg in Richtung des Schlegeiskees wieder und schlugen unser Biwak auf ca. 2800m auf. Eine Dose Ravioli vom Gaskocher sollte die notwendige Energie für den nächsten Tag liefern, nach der es aufgrund der schnell absinkenden Temperatur auch schnell ins Zelt ging.

 

Gr. Möseler - "Himmelsleiter"

Sonntag 23.09.2012

Nach einer richtig langen Nacht war es fast schon angenehm um 5 Uhr vom Zelt starten zu können. Der Weg führte uns über eine äußerst Spaltenreiche Zone des Schlegeiskees unterhalb des Nordgrates des Großen Möselers. Dank der starken Stirnlampe von Johannes konnten wir auch in absoluter Dunkelheit die Spalten- und Brückengrenzen unter einer 20cm Neuschneeauflage einigermaßen erkennen und erreichten so gegen 8 Uhr den Steileisaufschwung der NW-Wand des Großen Möselers.

Hier wählten wir nach kurzer Diskussion einen Weg durch eine Steileisrinne im Fels, welche sich zu dieser Jahreszeit als die bessere Variante anbot. Nach einem kurzen 60° Aufschwung zur Rinne, führte diese etwas flacher bis unterhalb eines senkrechten Eisabbruches unter welchem wir durch klassisches Mixedgelände querten und den Firnrücken erreichten. Hier liefen wir den eigentlichen Aspiranten der Gipfelersten, 2 Österreichern vom Wilden Kaiser, den Rang ab, die hier wohl nicht mit uns gerechneten hatten.

Nach einer ausgiebigen Gipfelrast und einem unglaublichen Fernblick hinweg über ein Wolkenmeer, welches durch die höheren Gipfel durchstoßen wurde, gingen wir zügig den Abstieg an. Die letzte ausgiebige Rast legten wir erneut am Furtschaglhaus ein und begossen die erfolgreiche Tour.

Alex & Johannes

Schreibe einen Kommentar