„Tauernkönigin“ – Hochalmspitze Südpfeiler (08./09.09., D-, V-, 40°)

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Anfang September nutzen Cathrin und ich das perfekt angekündigte Wetter zu einer Tour in den Hohen Tauern (Ankogelgruppe) und entschieden uns für den Südpfeiler der Hochalmspitze.

Wir stiegen Freitag abends zur Gießener Hütte auf, was dank der Forststraße auch gut im Dunkeln möglich ist (knapp 1,5h). Dort erkundigten wir uns beim Hüttenwirt nach den Bedingungen und der Wegführung. Zum Tourenverlauf empfahl er uns den Einstieg ca. 20 hm rechts über dem tiefsten Punkt zu nehmen und dann immer stur auf der Kante zu bleiben.

Am nächsten Morgen starteten wir gemütlich um 6:30 Uhr bei blitzlauem Himmel und erreichten den Einstieg der Tour um 9:00 Uhr. Obwohl man nur kurze Zeit über den Gletscher quert, benötigt man Steigeisen und sollte einen Pickel dabei haben.

Die Tour war leicht zu finden, der Fels klasse und sehr gut selbst abzusichern. In der ganzen Tour (ca. 250 hm) finden sich nur wenige Haken und die Standplätze sind selbst einzurichten. Im oberen Teil kreuzt die komplett gebohrte Tour Traumfänger – hier haben wir einmal deren Stand genutzt.

Auf Empfehlung des Hüttenwirts wählten wir den Abstieg über den Detmolder Grat, da der Weg über die Steinernen Mandl wegen Steinschlag nicht zu empfehlen sei.

Nach einer Brotzeit auf der Hütte stiegen wir noch ins Tal ab und verbrachten die Nacht auf dem ruhigen Parkplatz am Speichersee.

Zurück im Maltatal bewunderten wir am Sonntag den mit 200m höchsten Wasserfall Kärntens. Dabei fiel uns auf der rechten Wandseite ein Sportklettersteig auf der vielleicht auch einen Besuch wert wäre. Wir haben uns aber für den Klettergarten Kreuzwand entschieden – dort gibt es Routen in festem Granit für jeden Geschmack von 5 – 10.

Die Kombination aus Hochtour und Klettern hat das Wochenende trotz der langen Anfahrt zu einer lohnenden Aktion gemacht.

Christian & Cathrin

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