Eis- & Mixedklettern inkl. Skitour im Sellrain (09./ 10.02.13)

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„Ge-pushed“ vom Eisklettercamp, den tiefen Temperaturen und den nicht so schlechten Wetteraussichten war der Plan entstanden ins schnell erreichbare Sellrain zu düsen und sich nochmal am gefrorenem Wasser zu versuchen. Die Postings diverser Portale versprachen auch passable Bedingungen. So ging`s dann für jeden freitags zum Treffpunkt Alpengasthof Lüsens. Andy aus Augsburg, Ben aus München, Stefan aus Regensburg und Uwe aus Stuttgart. Letzterer traf – dank Stau – nach 23 Uhr ein, brachte aber brav ein Schlummerbierchen mit. Zumindest einer konnte da nicht widerstehen…

Am Samstag ging`s dann bei zapfigen minus 15°C auf der Loipe zum „Easy Afternoon“ (WI 4, 2 SL) an den Fernerbodenwänden. Wir beackerten das spröde Eis in zwo parallelen Linien. Jedem froren zu unterschiedlichen Zeitpunkten fast schon obligaterweise die Griffel weg, was das schöne, weil völlig ungestörte Klettern (es war sonst niemand in den Fällen) nur unwesentlich trübte. Die nebenan liegenden Hängenden Gärten (WI 6) wurden nach dem Abseilen aus respektvoller Entfernung bewundert. Die Entscheidung: Linien tauschen und nochmal rauf? Oder rüber über die Passhöhe (Kühtai) und in den Ochsengarten? Wir wählten letztere Alternative.

Richtig cool die Auswahl im Ochsengarten. Verschiedene Fälle auf engem Raum, dazu noch bekletterbare Verhältnisse. Aber richtig uncool: überall total rush-our. Holländer mit Bergführer, Summit-Club-Kurs, heimische & fränkische Kletterer und und und. Was tun? Der Fall Sir Max (WI 5-, 2 SL) sah geil aus, eine Seilschaft seilte gerade raus. Mist, da standen schon welche am Einstieg. Tomb Raider (WI 4+, 4 SL)?! Zu lang zur fortgeschrittenen Stunde.

Also ab ins Mixed-Gartl und in die nebenan liegenden Möglichkeiten des Ghostbusters. Aufgrund des Gewusels teilten wir uns auf. Stefan und Uwe versuchten eine gerade nicht bekletterte Eislinie zu ergattern. Ben und Andy warteten bis die Holländer schließlich ihre Topropes aus den Routen am Mixed-Gartl zogen. Man wollte (oder sollte) sich mal im Vorstieg versuchen. Das machten wir dann auch (bis M 6/7) mit der Zutat „Angst essen Seele auf“. Nach mehreren Linien war irgendwann „der Schädel Matsch“, sprich: wir hatten keinen Bock mehr. Auch die Säule in der Mitte des Gartls (WI 5) wurde von hinten und vorne von Stefan und Uwe beackert. Schließlich war der Zeitpunkt gekommen, wo man einfach nur noch ins Warme wollte. Ben hatte hier die passende Idee: das Weißbierkarussell auf der Passhöhe im Skigebiet. Gesagt, getan.

Nach fast unwesentlichem Konsum musste sich Andy wieder Richtung Heimat verabschieden. Der Rest der Truppe bezwang dann am Sonntag Tomb Raider (WI 4+, 4 SL) und fing sich beim Überholen einer Seilschaft von oberhalb des Weißwurstäquators ein paar verbale Nettigkeiten ein. Nach diesem Tag war es auch für Ben genug. Am Montag sprang dann noch für Stefan und Uwe ne Skitour auf den Schafzoll (2426 m) heraus…

Fazit: gerne wieder, irgendwie – irgendwo – irgendwann 😉 Andy.

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