Schrankogel Ostgrat

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22/23.02.2013 Stefan Weinberger

In den gesamten Ostalpen herrschen überwiegend günstige Lawinenverhältnisse, nur nicht in den Berchtesgadener Alpen… war wohl wieder nix mit dem seit langem geplantem Ziel der „Großen Reibn“. Es musste kurzerhand ein lohnendes alternativ Ziel her: Die Amberger Hütte ist aufgrund der Rodelbahn sicher und schnell zu erreichen und den Schrankogel kannte ich vom Normalweg im Sommer schon.

Gesagt, getan… Ausrüstung war ja schon im Auto, also raus aus der Arbeit und ab nach Gries im Ötztal. Grade am Parkplatz angekommen, marschieren schon die ersten bekannten Gesichter aus Regensburg vorbei… also langweilig wird’s nicht, obwohl ich eigentlich alleine unterwegs war.

Nächtlicher Aufstieg zur Amberger Hütte mit Vollmond überm Schrankogel

Die Hütte war wie immer Top, gutes Essen, nette Wirtleute und gute Unterhaltung. Nach a paar Bierle mit den bekannten Gesichtern aus Regensburg (Namen habe leider wieder vergessen…sorry!) und dem Hüttenreferenten Günther, der auch allein unterwegs war und sich zu uns gesellte, gings zeitig ins Bett um am nächsten Tag fit zu sein.

Sonnenaufgang über den Stubaier Alpen

 

Schon der morgendliche Blick ausm Fenster verriet…Top Wetter, aber Sack kalt (geschätzt -20°C)!

So dauerte nicht lange, bis es auch den Fellen zu kalt wurde und der Kleber einfach nicht hielt… aufwärmen funktionierte auch nicht, so blieb mir nix anderes übrig als mich halbwegs mit den Harscheisen, losen Fellen und viel Armkraft bis in die Sonne aufm Schwarzenbergferner hinauf zu quälen (fast 1000hm!).

Ausblick vom Ostgrad zum Schrandele

 

 

Endlich in der Sonne angekommen, gabs erst mal eine kurze Pause. Es zeigte sich ein völlig menschenleeres Gletscherbecken und die beiden Top Ziele der Amberger Hütte „Schrankogel und Schrandele“ waren trotz super Wetter und stabiler Schneedecke noch nicht gespurt… traumhaft!

Frontalansicht des Schrankogel Ostgrats (Foto wurde zufälligerweise zeitgleich von der Ruderhofspitze aus gemacht)

Nach der Pause in der Sonne hielten zwar die Felle wieder, aber jetzt gings den Ostgrad hoch… definitiv zu steil und zu schmal für mich mit Ski! Bis zum Skidepot auf der Schulter war noch ein kurzes Steilstück mit >40° zu überwinden und dann hieß es zu Fuß weiter spuren… leichter gesagt als getan bei mindestens knietiefen Schnee und der Steigung.

Die letzten Meter zu Gipfel

 

 

 

Knapp unter dem Gipfel wurde mir der Grat dann zu heikel und ich beschloss nach einer etwas zähen Gipfelbrotzeit (tiefgefrorene Wurstsemmel) wieder umzudrehen… für mich gilt der Gipfel als erreicht 😀

Dicke Wolken im Süden hinter der Ruderhofspitze

 

 

 

 

 

 

viele Grüße,

Stefan

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