„Palmbuschensuche“ auf der Schwarzensteinhütte (Skitour am 23./24.03.)

Veröffentlicht in: Hochtouren, Skitouren, Uncategorized | 0

Palmsamstag & -sonntag auf der Schwarzensteinhütte, das ist – um es mit den Worten von Dave zu sagen – nichts für Beckenrandschwimmer oder für fuckly people, denn:

– nach 4 Stunden Anfahrt ins Ahrntal (bei Ferienverkehr) warten nochmal ganze 4 Stunden und 1500 Hm Hüttenaufstieg (zum Schluss mit Stirnlampen) auf uns
– man kann sich dabei auch nicht ewig Zeit lassen, denn abends wird nur einmal die Küche angeschmissen, d.h. die anderen (Hardcore-)Hüttengäste müssen warten, bis die letzten (also wir) da sind
– Frischmachen is nicht, denn das Wasser/ WC ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eingefroren,
– zum Ausruhen bleibt keine Zeit, denn nach dem Essen ist Feiern angesagt und das ist – wer Günther & Co. von der Schwarzensteinhütte kennt – wirklich nichts für Weicheier…

… so fand sich trotz schlechter Wetterprognose ein sympathischer Haufen aus dem Ahrntal, Zillertal, dem Hüttenteam und uns (Susanne, Ben, Andy, Dave, Lesley) ein. Wir brachten mit den Länderpunkten Bayern & USA ein wenig internationales Flair in den einheimischen Haufen. Schließlich wurde nach den ersten Runden unter Blaulicht (wird nicht erklärt, muss man erleben) dem Brauchtum genüge getan und der Palmbuschen aus dem Vorjahr wurde in der gesamten Hütte gesucht. Zur Stärkung hierfür gab es fortwährend Klares vom Hüttenwirt, das gehörig reinzog… nachdem das Ding endlich gefunden war, musste es Lesley (die gar nicht wusste wie ihr geschieht) zunächst wie eine Galeonsfigur vor sich her tragen, um es dann seiner standesgemäßen Verbrennung im Hüttenofen zuführen. Natürlich musste das wieder begossen und gefeiert werden… mit Blaulicht… und diversen tyroler Hymnen… und so weiter.

Den Plan, die Schwarzenstein Ostwand (Link zur Beschreibung: hier) zu versuchen, hatten wir schon im Vorhinein aufgrund der Wetterprognose ad acta gelegt. Es bestand noch ein Fünkchen Hoffnung für den Normalweg auf den Schwarzenstein oder die Westl. Floitenspitze. Falls das Wetter am Vormittag irgendwie machbar wäre, aber nö: war`s nicht. Leider war das Wetter am Palmsonntag so schlecht wie vorhergesagt. Kalt – feucht – Nullsicht. Na ja, gemütlich Frühstücken hat auch was… und schließlich gab`s noch eine Prozession mit dem neuen Palmbuschen auf die Hüttenterrasse, inklusive Segenssprüche (die den neuen Pontifex erblassen ließen) und richtig vermutet: Schnaps zur Stärkung gegen die Kälte.

Nach einem herzlichen Abschied waren wir froh, nicht bei Nullsicht die Abfahrt der Zillertaler in Richtung Greizer Hütte antreten zu müssen. So ging es für uns abwechselnd sehr eisig oder im Bruchharsch in einer Stunde zurück zum Parkplatz. Auch Andy schaffte es auf seiner ersten Skitour (seit Menschengedenken) mit ein paar Zerlegern heil ins Tal, wo noch eine flüssige Stärkung bei Markus im Steinpent auf uns wartete…

Fazit: geschwitzt nach innen & außen – geil war`s – danke Günther – bis bald 😉

Schreibe einen Kommentar