Alpinklettern Musterstein – Via Marionejoelle (7SL,V,300m)

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18-19.06.2013 Andi und Stefan

Keine Ahnung wie wir ausgerechnet auf die Idee gekommen sind in der ersten heißen Sommerwoche bei 35°C auf die Meilerhütte aufzusteigen. Nicht nur die Anreise im Auto mit kaputter Klimaanlage, sondern auch der ewig lange Zustieg warn Sack anstrengend. Das ich mitm Radl bis zum Schachen hinauf treten konnte und uns dort der Wirt unsere Trinkflaschen mit nem Liter Radler für 2€ !!! auffüllte, änderte daran auch nichts.

Endlich oben angekommen erwartet uns eine recht entspannte, nette Hüttenwirtin, die meinte dass in den ersten zwei Wochen leider noch nicht viele Gäste hier waren. Die Hütte ist noch richtig urig aber schön und hat hochalpines Flair! Außerdem gutes, deftiges Essen und faire Preise… wirklich zu empfehlen.

Sommergewitter überm Wetterstein
Sommergewitter überm Wetterstein

Nach dem Abendessen gings an die Tourenplanung für den nächsten Tag. Etwas alpines, nicht zu langes und auch nicht zu schweres sollte es für die erste Alpinkletterei in dieser Saison werden. Im neuen extra von Andi gekauften Panico Führer war die Tour auch schnell gefunden, die Via Marionejoelle sollte es werden. Laut Führer sind es nur 20min Zustieg von der Hütte, also schnell noch raus und den Einstieg suchen … nach über 1,5 Stunden waren wir uns dann immer noch nicht sicher ob wir ihn wirklich gefunden hatte. Frustriert gings wieder zurück um mal bei der Hüttenwirtin nachzufragen: Das Problem, im neuen Panico ist dieser Teil aufm Wandfoto so gut wie gar nicht einsehbar. Glücklicherweise hatte die Wirtin noch die alte Ausgabe des Führers rumliegen, wo ein extra Foto mit der Tour enthalten war… naja so ganz glücklich waren wir trotzdem nicht über die vorhandenen Infos, aber wird schon werden!

Wandbild aus dem alten Panico Führer
Wandbild aus dem alten Panico Führer

Am nächsten Tag war der Einstieg dann auch wirklich wo wir Ihn vermutet hatten, naja zumindest den Ring am Ende der 1. SL hatten wir gefunden. Der weitere Verlauf der Tour ließ sich mit dem Topo aus dem Führer erstaunlich gut finden, auch wenn die 50m Seillängen gerade noch fürs Seil machbar waren und die Standplätze manchmal bis zum letzen Meter nicht ersichtlich waren. Außer den Standplätzen fanden sich noch 3 gebohrte ZH und 2 geschlagene Haken an Stellen, an denen sich mobile Sicherungen nur schwer legen ließen. Die Tour zeigt insgesamt kaum Begehungsspuren und führt auch durch nicht immer festes Gestein. Hinweis für interessierte Wiederhohler: Der letzte Standplatz oben am Grat befindet sich anders als im Panico Topo eingezeichnet, links am Ende einer Marken, brüchig wirkenden Verschneidung. Rechts wie beim Topo angedeutet kann man auch aussteigen, muss aber einen Gratblock einfangen. Der Abstieg über den Westgrad bietet einen entsprechenden, nicht zu unterschätzenden Abschluss mit viel brüchigem Gestein und Schrofengelände bis II Grad. Aber alles in allem eine schöne, wilde Sache! Wir würden beide die Tour wieder gehen.

Andi in der letzten Seillänge
Andi in der letzten Seillänge

 

Stefan beim Abstieg
Stefan beim Abstieg

viele Grüße

Stefan & Andi

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