Einsames Ötztal

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Hallo,

vom 26.07. – 28.07. sind wir der Hitze in die Höhe der Ötztaler entschwunden. Als Ziel suchten wir uns einen weniger bekannten Winkel der Ötztaler Alpen aus, da diese Idee sicher Viele an diesem Wochenende hatten. Also, Karte auf, gesucht, Langtalereckhütte gefunden! Am Freitag Abend ging es dann mit dem Radl noch gute 700 Hm hoch zur Hütte, auf der wir um kurz vor zehn eintrafen und wider erwarten noch ein Drei-Gänge-Menü mit ausreichend flüssifer Nahrung bekamen. Die Hüttenruhe wurde trotz geplanten frühen Aufbruchs auf kurz nach elf Uhr verschoben!

Am Samstag klingelte der Wecker dann um kurz nach vier Uhr, da es sehr heiß werden sollte und die Gletscher dadurch nicht tragfähgier werden. Los gings dann um fünf Uhr durch das schöne Langtal (wie der Name schon vermuten lässt: sehr lang!), über den Gletscher zum Nordostanstieg der Hohen Wilde. Diesen Weg dann noch unschwierig hoch auf die Hohe Wilde 3.480m! Anschließend folgte eine etwas ausgesetzter, aber teilweise verischerter Felsgrat vom Südgipfel zum Nordgipfel. Traumhafte Tiefblicke, Einsamkeit und schöne Kraxelei war der Lohn der Mühen. Der Abstieg führte uns dann nach erfolgreicher Überschreitung hinab zum Hochwildehaus auf 2.883m. Allerdings war der Gletscher stellenweise schon soweit aufgeweicht, dass man bis zum Knie ins eigentliche Eis eintauchte. Krass!!

Das Hochwildehaus ist sehr schön gelegen und wird von wirklich freundlichen und hilfsbereiten Hüttenwirten geführt.

Am Sonntag ging es dann noch über den Ostgrat unschwierig auf den den Schalfkogel 3.540 m hinauf. Der Abstieg erfolgte dann über den kleinen Gletscher und den Hüttenzustieg zur Langtalereckhütte hinab. Dort noch schnell nen Kaffee und dann ab auf die Räder und ins Tal.

Fazit: Einsames, aber lohnendes Gebiet. Optimal zum Eingehen und Höhenluft schnuppern!

Viele Grüße

jens

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