Hochalmspitze Südpfeiler (D-; V-, 400m; 40°)

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Stefan & Thomas 02.08/03.08

Nachdem unsere Wahl aufgrund der vorhergesagten heißen Temperaturen auf eine Hochtour mit relativ kurzer Gletscherberührung fiel, blieb nur noch die Hochalmspitze mit ihrem Südpfeiler übrig.

Nach etwas Ferienverkehr auf den Autobahnen Richtung Österreich kamen wir gegen halb sechs im Maltatal an. Beim Abbiegen Richtung Gießener Hütte konnte man einen schönen Blick auf Kärntens höchsten Wasserfall (Fallbachwand) werfen.

Bereits beim Zustieg sieht man schon den markanten, dominierenden Pfeiler der Hochalmspitze. Die schöne Gießener Hütte war trotz des guten Bergwetters nicht überfüllt.

Im Lager war es in der Nacht sehr heiß, also ein kleiner Vorgeschmack auf den Tag.

Das Frühstück stand um fünf Uhr auf dem Tisch, um halb sechs war dann Aufbruch angesagt.

Der Zustieg erfolgt zuerst über den Rudolstädter Weg, der gut markiert ist und biegt dann nach Südwesten auf ca. 2750m ü. NN ab.

Hochalmspitz Südpfeiler

Bei passender Gelegenheit wurde für den Gletscher angeseilt, um zum Einstieg zu gelangen. Dieser erfolgt von unten gesehen etwas rechts der Pfeilermitte, der Bergschrund war gut zu überwinden.

Bei der 1. SL Partnercheck, alles Material zum Vorsteiger, Patschen an und los gehts!

Der Start war etwas brüchig und mit Geröll gefüllt, danach bombiges Urgestein. Es folgten mehrere Seillängen schöne Kletterei, mit vielen Möglichkeiten Stände zu bauen oder Sicherungen anzubringen.

Stefan am Stand
Thomas in der "Schlüsselstelle"
Die „Schlüssellänge“ beim Wechsel von der Ost-Seite direkt zum Grat ist wirklich gutmütig, wobei wir schon an ein paar Stellen um die Kletterschuhe froh waren. In der folgenden Länge kamen direkt auf dem Grat bleibend die drei geschlagenen Haken aus dem Topo von „Mountaininfo.eu“, welche jedoch in einem derartig verrosten Zustand wohl eher nur zur Wegfindung dienen können. Aufgrund der exponierten Kletterei und den fehlenden Möglichkeiten zuverlässige Sicherungen anzubringen drehte Stefan dann doch wieder um und nahm die verlockende alternative Route über die Plattenfluch westlich vom Grat. Diese ist mit einigen Bohrhakenlaschen gesichert, jedoch etwas schwerer (V ?) und führt nach einer SL wieder Richtung Grat.
links Plattenflucht und rechts Grat mit geschalgenen Haken

 Anschließend folgten noch zwei leichte Ausstiegsslängen bis zum Gipfel. Dort angekommen gabs die verdiente Brotzeit und Gipfelpause. Nach einer halben Stunde in der prallen Sonne fiel die Entscheidung für den Abstieg auf den Südwestgrat, auch Detmolder Grat genannt, um dann über den Gletscher schnell an HM zu verlieren.

Der Detmolder Grat ist klettersteigartig gesichert, erfordert aber nochmal Konzentration und Oberarmkraft bis man den Gletscher erreicht.

Hier wurde wieder angeseilt und dann gings im Laufschritt Richtung Hütte und nach kurzer Pause weiter zum Auto.

Als wir nach einem Abendessen das Maltatal wieder verließen, sagte es zu uns Servus mit einem Wärmegewitter, das leider auch keine wirkliche Abkühlung brachte.

Berg Heil!

Thomas

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