Eisklettern in Rein in Taufers

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Stef & Andy am 11./12.01.14

Aufgrund der vielen Wärmeeinbrüche in letzter Zeit war`s mit dem Eisaufbau in nördlichen Gefilden a bisserl happig. Einzig im Sellrain/ Kühtai hat`s kletterbare Verhältnisse. Da waren wir aber scho.

Stef im Terner Schafalmfall

Also stand die Auswahl zwischen Kolfuschg, Engadin oder Rein in Taufers. Die Entscheidung fiel uns leicht, da es in Rein meistens brauchbare Verhältnisse hat.
Auf`d Nacht noch runter gedüst und im Angerer unter dem Eisklettergarten eingecheckt. Prädikat: empfehlenswert! Warme Zimmer – Riesenfrühstück – Betreiber freundlich – Zustieg zum Eisklettergarten 5 Min. Link: http://www.jausenstation-angerer.com/

Den Eisklettergarten ließen wir erst mal links liegen und nahmen uns den Terner Schafalmfall vor. Der hat Höhenlage (2450 m) und müsste gut zu klettern sein. Das hieß aber: ein landschaftlich sehr reizvoller Zustieg mit Skiern über insgesamt 1000 Hm in den Kessel der Oberen Terner Alm. Ab hier lagen die Fälle Bluitschwitza und Reiner Einstand in Sichtweite. Der Terner Bach bietet im Alkessel eine weitere Eisklettermöglichkeit, die im Führer nicht beschrieben ist. Uns aber trieb es weiter talein aufwärts zum gut dastehenden Terner Schafalmfall. Die letzten Meter steilen Zustiegs wurden aufgrund der Lawinenlage (man sah bereits ausgelöste Schneebretter) mit Magenkrummeln zurückgelegt.

Leicht k.o. vom Zustieg begnügten wir uns mit der rechten Variante, WI 3+  im sehr spröden Eis (links: nass, röhrig WI 5). Wir pickelten schon einiges an Eis/ Eisplatten weg… die Tage sind kurz, also baldige Abfahrt zum Quartier: duschen, Cappo, noch nen Bayerischen Kaffee (Weizen) und ab zum Pizza Spachteln ins Toul.

Ausblick vom Depot in den Almkessel/ ins Tal

Was tun am Sonntag?! Beide Milchtrinker-Fälle (leicht) gehen, auch der Klomma-Eisfall (aber heikler Zustieg im Rinnengelände) zudem etliche für uns viel zu schwere Möglichkeiten. Der Kofler-zwischen-den-Wänden-Fall war uns zu dünn. Der Gelltaler-Eisfall auch. Laut Wirtsleute im Quartier hatte der Jahrzahlwandfall ideale Verhältnisse: dann machen wir ihn halt (nochmal – siehe Eisklettercamp 2012), zumal sich der Zustieg in Grenzen hält. Wir waren vor ner Horde Italiener die ersten am massig da stehenden Fall, der sich in 3 SL schön klettern ließ. Spaß machte insbesondere die Routenwahl bzgl. eines Teils der letzten Länge im röhrigen Eis (WI 4)… nach dem Abstieg spielten wir noch längere Zeit mit dem Gedanken den Magersucht-Fall (WI 5) direkt links daneben zu machen. Der Name des Falls ist schon Programm… na ja, lieber doch ein wenig im Angerer Eisklettergarten rum Pickeln. Dort großer Andrang, aber zwei schon sehr gut eingepickelte Linien im Bereich WI4-5 waren frei…

Nach Spiegeleiern mit Speck ging`s zurück gen Heimat.
Fazit: guad war`s! Quartier + Fälle sehr zu empfehlen. Riesenpotential & Möglichkeiten auf engen Raum.

 

 


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