Skitourenwochenende Granatspitzgruppe und Hochkönigmassiv

Eingetragen bei: Skitouren, Uncategorized | 0

28-30.3.     Stefan und Andi

Ich wollte unbedingt längere Skitouren gehen und nicht immer auf den Zahn in Oberammergau laufen. Der Stefan wollte dem Firmenskiwochenende seiner Freundin entgehen. Nix gegen die Leute von Gefasoft (die san alle gut drauf), aber er wollt halt einfach nicht Alpinskifahren.

Also was tun? Ganz einfach. Man setzt den Andi und den Stef in ein Auto und die Gefasoft samt Freundin in ein anderes Auto mit dem selbem Ziel und schon sind alle glücklich 😉

Von unserem Ferienhaus in Oberreith (Zell am See) starteten wir jeweils unsere Touren und der Rest fuhr Alpinski am Kitzsteinhorn.

Granatspitze und Stubacher Sonnblick (Samstag 29.03.14):

Vom Enzinger Boden geht’s  bei wolkenlosem Himmel los. Mit der Weißsee-Gletscherbahn bis zum Alpinzentrum Rudolfshütte.

Die Tour startet am Weißsee und wir müssen das erste Stück von der Rudolfshütte auf der Piste zum See abfahren. Also doch Alpinskifahren? Nein. Da wir brav unsere Felle schon am Auto angelegt haben und diese auch nicht wieder abziehen wollen, ist die erste Abfahrt mitnichten mit alpinemSkifahren zu vergleichen. Unten angekommen sind wir natürlich schneller wie die restlichen 30 Mitstreiter und steigen sofort in die schön gespurte Route ein. Hätten wir gewußt, daß vor diesen 30 Tourengehern nochmals ca. 170 Tourengeher sind, wären wir vielleicht nicht so losgelaufen.

Die Routenfindung war somit auch at acta gelegt. Vorbei am Gletscherbruch des noch recht großen Sonnblickkees laufen wir, den ein oder anderen Tourengeher überholend, dem Gipfelaufbau der Granatspitze entgegen. Auf den zuletzt flachen Teil des Sonnblickkees erreichen wir dann am linken Grat das Skidepot. Da ich auf Grund des konstant hohen Tempos von Stefan, hier bereits total kaputt bin, wird das Steigeisenanziehen zur Tortur. Aber hilft ja nichts Steigeisen an und die teilweise luftigen Gratkletterstellen hinauf. Unser erster Gipfel ist geschafft. Wieder runter vom Gipfel und nach kurzer Pause gehst weiter zum Stubacher Sonnblick.

Nach kurzer Abfahrt und  Aufstieg erreichen wir den letzten steilen Anstieg zum Stubacher Sonnblick. Da der letzte Anstieg total übervölkert ist, entscheiden wir uns auch diesenGipfel über den südlichen Grat zu erreichen. Nach einer sehr windigen und teilsweise etwas heiklen, aber schönen Gratkletterei ist der zweite Gipfel auch geschafft. Puuuh . Und ich bin immer noch kaputt. Der Stef nicht, der steht da wie ein Einser und grinst.

Die folgende Abfahrt ist dann nicht ganz der krönende Abschluß, da 200 Tourengeher ihre Spuren hinterlassen, aber im ganzen betrachtet ein super Skihochtourentag.

 

 

Hochkönig (30.03.14):

Bei dieser Tour haben wir lang überlegt, da wir recht spärlich Auskunft über die Schneelage hatten. Trotz Informationsmangel sind wir dann diese wahrhaft königliche Skitour- recht lang und anstrengend, nicht allzu schwierig und mit großartiger Kulisse! (so steht´s im Führer) angegangen.

Wie schon vermutet, war dann der Wirtschaftsweg zur Mitterfeldalm schneefrei. Also Ski eingepackt und zu Fuß zur Mitterfeldalm. Da war er dann, der Schnee. Von hier aus queren wir die steilen Hänge hinüber ins Ochsenkar. Zwischen drin müssen wir abschnallen, da es eine Felsinsel zu überschreiten gibt. Immer schön in der Sonne ,ziehen wir unsere Bahnen weiter Richtung Torsäule (großer Felssporn).An der Torsäule vorbei zum Schoberschartel, wo ein steiler Anstieg auf uns wartet. In dem steilen Stück hab ich kurzzeitig das Gefühl ich könnte mit Stefan mithalten, aber ob angekommen selbe Situation wie immer. Ich kaputt, Stefan grinst.

Vom Schoberschartel aus haben wir dann einen grandiosen Blick auf die weitläufige übergossene Alm, wir sehen aber auch, daß das Mantrashaus noch rechtweit entfernt ist. Da wir in der Früh schon recht spät weggekommen sind, wird es jetzt (12:30 Uhr) langsam knapp mit unserer Zeit. Wir fürchten die Selbstauslöser am Nachmittag, entscheiden uns dann aber doch für den Gipfel. Nach weiteren 1 ½ Stunden durch die Kuppen der übergossenen Alm und dem sausteilen letzten Anstieg, sitzen wir dann vor dem Matrashaus und trinken Schmelzwasser. Geschafft 17,5 km und 1550 Höhenmeter.

Die Abfahrt dauert dann auch nochmal ca. 2 Stunden, da wir etliche Gegenanstieg zu bewaltigen haben. Um 17:15 Uhr sind wir dann wieder sicher im Tal. Stefan grinst, Ich auch.

viele Grüße,

Stefan und Andi

Hinterlasse einen Kommentar