Taschachhaus Juni 2015

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Bericht verlängertes Wochenende auf dem Taschachhaus

(4.-7.Juni 2015)

Die Anreise nach Garmisch gestaltete sich aufgrund des G7-Gipfels eher langwierig als schnell. Der Weiterweg ins Pitztal war dagegen kein Problem. Auf dem Parkplatz wurde noch das Material sortiert, bevor es an den Hüttenzustieg ging. Auf diesem ist ein MTB von Vorteil, vor allem auf dem Rückweg.Als wir nach ca 2,5 h an der Hütte mit riesigem Winterraum ankamen, staunten wir nicht schlecht: Vollausstattung mit Getränken, Töpfen, Unmengen an Geschirr und den sehr gemütlichen Lagern.

Vordere Eiskastenspitze Südwestgrat

Am nächsten Morgen gingen wir sehr früh die Besteigung der Eiskastenspitze an, und trotzdem kamen wir schon relativ früh in die Hitze des Tages. Außerdem lag noch relativ viel Schnee der letzten Niederschlagsphase. Auf dem Weg zum Bliggjoch seilten wir für die Querung des mittleren Eiskastenferners an, vom Joch ging es dann unschwierig seilfrei weiter auf den Vorkopf. (Es hängen dort Abseilschlingen für den Weiterweg auf dem SW-Grat)

Der Vorkopf stellte für uns den Gipfel des Tages dar, der Weiterweg inklusive des nicht gerade einladend aussehenden Abstiegs führten zu dieser Entscheidung, der Rückweg erfolgte auf dem Aufstiegsweg.

Abstieg von der vorderen Eiskastenspitze
Abstieg von der vorderen Eiskastenspitze
Anja auf dem Vorkopf der vorderen Eiskastenspitze
Anja auf dem Vorkopf der vorderen Eiskastenspitze

 

 

Pitztaler Urkund Südgrat

Für den zweiten Tourentag hatten wir uns aus dem großen Tourenangebot den Pitztaler Urkund herausgepickt, dessen Gipfel wollten wir über den Südgrat erreichen. Der Weg zum Urkundsattel zweigt vom Normalweg der Wildspitze nach SW ab und wird zur einer leichten Gletschertour. Auch an diesem Tag setzte uns die Spurarbeit zu, so dass wir bei etwas durchwachsenen Wetter auch länger brauchten als im Führer angegeben. Vom Einstieg beim Urkundsattel aus ist ein mit farbigen Schlingen markierter BH zu sehen, vom diesem geht’s ziemlich gerade hoch zum eigentlichem Grat, auch dort sind Seilschlingen zu sehen. Weiter führt der Weg nun auf der anderen Seite des Südgrats. Beim Anblick der vielen Schneefelder war klar, dass ein schnelles Vorankommen hier nicht möglich sein wird. Nach einem prüfenden Blick in den Himmel entschieden wir uns zur Umkehr. So erreichten wir bei einsetzendem Regen gerade die Hütte und konnten das niedergehende Gewitter in horizontaler Position im Lager über uns ergehen lassen.

Beim Vorbereiten zum Abseilen
Beim Vorbereiten zum Abseilen
Schön luftig ums Eck
Schön luftig ums Eck

Abstieg

Der Abstieg vom Taschachhaus führte uns entlang des Fuldaer Höhenwegs zum Riffelsee. Von dort stiegen wir zur Taschachalm ab, wo wir das WE bei einer Brotzeit haben ausklingen lassen. Fazit: super Wetter, aber zu warm und zu viel Niederschlag drei Wochen zuvor. Macht zusammen: mühsame Stapferei.

Auch wenn das Haupthaus noch nicht geöffnet hatte, waren die Hüttenleute schon fleißig am werkeln und so war sogar die Möglichkeit gegeben Material zu leihen, den Trockenraum zu nutzen, sowie heißes Wasser zum Kochen zu holen. Vorbildlich!

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