Dem närrischen Treiben entflohen – Eisklettern im Reintal 5.2.16 – 8.2.16

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Nach dem Motivationsschub beim Eisklettercamp haben Thorsten und ich kurzerhand beschlossen, ins Reintal zu fahren. Die Anreise gestaltete sich problemlos, nur die Anfahrt zur Unterkunft war etwas versteckt. Die Tourenplanung fand beim Bier in der hauseigenen Bar statt, für Samstag fiel die Wahl auf den Ursprungfall.

Schon kurz nach dem Frühstück zeigte sich unser Tagesziel zum ersten Mal. Der Zustieg dorthin gestaltete sich auch ohne Schneeschuhe problemlos, vor uns war schon eine 3er-Seilschaft am Werk. Bis wir gerüstet waren, folgte nochmal eine 3er-Seilschaft, dies sollte kein Problem darstellen, der Fall ist breit genug. An Thorsten ging die 1. Seillänge, WI 3+, mit 35 Meter.
Mir bot sich in der 2. Seillänge die Möglichkeit, einer einfachen Variante, ca. WI 3, und der Orginallinie, WI 4. Um keinen Stau zu produzieren, entschied ich mich für die einfachere Linie.

 

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Thorsten im Gewusel

 

Den Stand baute ich geschützt vor Eisschlag, allerdings tropfte es in regelmäßigen Abständen auf mein rechtes Bein. Flugs Thorsten nachgeholt, der nur durch das Seil nicht im Gewusel verloren ging, restliches Material übergeben, nun hatte Thorsten das Vergnügen, den Abseilstand anzusteuern. Nach 2-maligen Abseilen standen wir wieder unten, dort wurde eifrig von einer der 3er-Seilschaften nach einem Eisgerät gesucht, das sich beim Abseilen selbständig gemacht hatte.

 

 

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Tom in der 2. SL

 

Am Sonntag stand der Jahrzahlwandfall auf dem Programm, 4 Seillängen mit Schwierigkeiten bis WI 3+ sowie einem kurzen Zustieg. Die ersten 2 Seillängen gingen diesmal an mich, die letzten 2 Seillängen an Thorsten. So waren die spannenden Meter gleich aufgeteilt. Die Startschwierigkeiten in der 1. Seillänge hielten sich in Grenzen, es folgte ein Eisschraube der Schwerkraft, diese wurde von Thorsten eingesammelt. Den Stand habe ich auf einem bequemen Band eingerichtet, da dies die beste Möglichkeit war. Nach kurzem Materialtausch folgte die 2. Seillänge, immer leicht linkshaltend, Stand an einer bereits vorhandenen Sanduhr mit Hintersicherung.

Führungswechsel, Thorsten ist an der Reihe.
3.Seillänge, eine der leichteren Sorte, WI 2 mit 55 Meter, am Ende dieser waren 2 gute Sanduhren vorhanden. Die letzte Länge startete mit kurzem Gehgelände, es folgte ein Steilaufschwung, zum Ausstiegsbaum führte kurzes Mixedgelände. Der Abstieg erfolgte zu Fuß, vom Ausstieg nach links in den Wald, dort war eine Spur vorhanden. Da es noch früh am Tag war, gönnten wir uns ein Bier auf der Terrasse der Unterkunft – Ohne Sitzheizung.

Für den Montag entschieden wir uns für den perfekt eingerichteten Eisklettergarten bei der Jausenstation Angerer. Dieser bietet kurze Eis – und Mixedrouten verschiedener Schwierigkeit.
Kaum gestartet, folgte auch schon ein Schnupperkurs mit Hans Kammerlander, er legte eine Souveränität an den Tag, schön da mal zuzuschauen.
Wir ließen den Tag im Toprope in den steilen Routen ausklingen, dabei wurden die verschiedenen Eisgeräte, die wir zur Verfügung hatten, auf Herz und Nieren getestet.

 

 

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Eisklettergarten bei der Jausenstation Angerer

 

Nach einer schmackhaften Brotzeit traten wir die Heimreise an, froh, noch gutes Eis gefunden zu haben. Zuhause wurden wir von starkem Wind mit Regen empfangen, welch ein verrücktes Winterwetter.
Fazit: Das Reintal bietet zahlreiche Möglichkeit von leicht bis schwer, von kurz bis lang, die Anreise ist somit mehr als lohnend.

Thorsten und Tom

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