Watzmannüberschreitung 10-11 Dezember

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Was macht man an einem Wochenende im Winter mit wenig Schnee und keinem Eis.

Richtig ! Man geht am Freitag zuerst auf eine Weihnachtsfeier (wo es sicherlich kein Bier gab☺) und läßt sich dann am Samstagmorgen total verkatert von seinem Tourenpartner abholen, um später 2000 hm aufs Hocheck zu kriechen.

Nach einem kurzen „Du schaust ja eigentlich ganz fit aus“ gings los Richtung München,wo wir noch kurz unsere „lustige“ Gruppe um den Tom Ewender erweiterten.Nach 3 Stunden Fahrt und kurzem Energiereserve-Refresh bei REWE starteten wir um 14 uhr vom Parkplatz Wimbachbrücke zum Hocheckbiwak.Mit uns startete noch ein Pärchen, daß nach ein bißchen SmallTalk unseren Traum eines gemütlichen Dreiers im Biwak abrupt platzen ließ.Somit blieb uns nur die Hoffung, daß nicht noch mehr die großartige Idee einer Nächtigung auf dem Hocheck hatten.

Auf so eine überfüllte Biwaknacht (18 Leute in einem 8 Mann-Biwak) wie 2014 am Großglockner hatte weder der Stef noch ich nochmals Lust.

Körperlich fertig, aber sichtlich befriedigt von der grandiosen Abenddämmerung, kamen wir 4,5 Stunden später am Biwak an.

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Außer den zwei „jungen“ Hüpfern, die mit uns starteten und ca. 1,5 Stunden schneller waren wie wir, war keiner mehr im Biwak. Gott sei Dank!

Also rein, auspacken, Schlafplatz vorbreiten, Schnee schmelzen, Essen, Kerze anzünden und warten.Dann wieder Schnee schmelzen, Schnaps trinken und warten.

Zwischendurch interessante Feststellungen unserer Mitnächtiger Nina und „weiß ich nicht mehr“ entgegennehmen :

„Cool Ihr habt ja Thermoskannen dabei“

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Wieso auch ist ja erst Dezember ☺

Der vorhergesagte starke Westwind nimmt in der Nacht so richtig Fahrt auf und so kommt nach 8 Stunden unruhigem Isomatten-Rumgewälze um 6 Uhr von Stef der Kommentar:

„ Andi geh mal raus und schau nach ob die Tour machbar ist, ansonsten bleib ich jetzt noch bis 8 Uhr liegen und steig dann ab“

Um 06:30 Uhr dann die Entscheidung, daß wir die Tour angehen. Der starke Wind ist vertretbar und es ist noch sonnig. Bis zum Eintreffen der angekündigten Wetterverschlechterung sollten wir durch das Gröbste durch sein.

07:40 Uhr Los geht’s! Der Schnee auf dem Grat ist echt fest und wir kommen gut voran.

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25 Minuten später stehen wir bereits auf dem Gipfel der Mittelspitze.

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Weitergehts auf dem Grat Richtung Südspitze. Zwischen Mittelspitze und Südspitze haben wir noch einen super Einblick in die beeindruckende Watzmann Ostwand. Und schon war der Traum einer Winterbegehung der Ostwand geboren.

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        Nach einer weiteren Stunde Gratgestolper erreichen wir um 09:10 uhr den Gipfel der Südspitze.

    Echt schöne Tour.

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Jetzt liegt „nur noch“ der unangenehme Abstieg ins Wimbachgries und der lange Weg aus den Wimbachgries (8km) zurück zum Auto voruns.

1 Stunde 45 Minuten dauert es bis wir am Ende des Wimbachgries sind. War doch garnicht so schwer, obwohl das ewige Aufpaßen, nicht auf dem geforrenen Schotter auszurutschen, ziemlich in die Oberschenkel ging. Ok mich hat´s ganze 5 mal auf die Fresse gelassen, aber was solls.

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Nochmals 2 Stunden später sind wir dann auch durchs Wimbachgries und zurück am Auto.

Ganz schön fertig, aber glücklich -> Watzmannüberschreitung (Winter) abgehackt.

 

Auf zu neuen Taten

Stef, Tom , Andi

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