Start in die felsige Mehrseillängensaison – Vom Winde verweht 3.3.- 5.3.

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Christoph und Tom

Der vom Wetterbericht angekündigte Föhnsturm hat uns in die östlichsten Ausläufer der Alpen verschlagen, genauer gesagt nach St. Gallen in der Steiermark. Freitags nach der Arbeit noch angereist, erwartete uns ein leerer Gasthof, der Wirt schickte uns in die Nachbarherberge zum Abendessen.

Samstag: Klettern an der Kampermauer nahe des Hengstpasses

Zum warm werden klettern wir die Gullivers Reisen mit Einstiegsvariante (5, 3 SL), sehr gut eingebohrt, schöne Kletterei, spätestens beim Abseilstand wurde der Wind zum Thema: Seil runter werfen oder den Ersten ablassen? Kurze Beratschlagung, dann wurden die Seile per Wurf und Wind nach unten befördert – oder doch mehr seitwärts? Kurzer Blick über die Kante, alles gut, kein Seilverhau.

 

2.SL, Christoph führt, das gemütliche Band ist erreicht.
Es gibt auch weniger bequeme Stände, Blick von Christoph zurück zum 1. Stand
Ausblick aus Gulliviers Reisen auf schneebedeckte Gipfel
Eine Verschneidung führt die letzte SL empor, Christoph im Nachstieg.
Abseilaktion, da bläst es schon ordentlich.
Durch den Wind berühren die Seile den Boden erst etliche Meter seitlich versetzt.

Kurzer Videoclip:

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Als Nachmittagsprogramm sahen wir die Vegetarierkante vor, eingestiegen sind wir aber nicht.

Es fehlten die klaren Rückzugsmöglichkeiten bei immer stärker werdendem Föhn, stattdessen kletterten wir noch etliche Einseillängen-Touren.

Früh zurück im Dorf gabs erst mal Kaffee und Kuchen, auch die Burg wurde noch von uns besichtigt.

Sonntag: Schlechtwettertourenplan Kreuzmauer SW-Grat, leichte, seilfreie Gratkletterei bis 3+,

für den Schwierigkeitsgrad herrlich festes Gestein, noch dazu ein Gipfel, Bergsteigerherz, damit kann man schon mal zufrieden sein so als Start in den Tag.

Das Topo versprach einen ausgesetzten Spreizschritt, so ausgesetzt hat es sich nicht angefühlt.
Immer Himmerwärts! Herrliche Wasserrillen im rauhen Kalk.
Auf dem Gipfelgrat

Auf dem Weg zurück wurde unser Interesse durch ein Schild geweckt: Kletterzentrum!?!?

Vorgefunden haben wir die Beisteinmauer, die von etlichen Klettersteigen unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade durchzogen wird und einen netten Klettergarten, der sehr ans Altmühltal erinnert.

Die Beisteinmauer mit den vielen, unterschiedlichen Klettersteigen

Mangels Topo fiel unsere Wahl auf den KS, der immer am linken Rand der Beisteinmauer entlangzieht, SG C. Verlaufen kann man sich da so gut wie nicht, durchgehendes Stahlseil und markierte Abzweigungen.

Der Abstieg erfolgte über den Normalweg, ein KS mit SG A.

Vor der Heimreise gabs natürlich noch eine zünftige Stärkung mit Kaffee und Kuchen.

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