Eiscamp 2018

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Eiscamp 2018

24 Teilnehmer aus dem Großraum Süddeutschland trafen sich vom 25.1 bis 28.1 zum gemeinsamen Eisklettern im Matreier Tauernhaus. Skitouren wurden auch erfolgreich unternommen, eine sogar vor dem Frühstück.

Gruppenfoto

Vorzugsweise wurde der nahegelegene Eispark unter die Eisen genommen, der kurze Zustieg sowie die perfekte Infrastruktur waren die größten Pluspunkte. Die leichteren, alpinen Fälle in der Umgebung waren großteils von Schnee bedeckt, so dass die weiter entfernten Ziele attraktiv genug waren, um die Fahrt dorthin anzutreten. Obstanser Eisfall und Leitertal Eisarena waren schließlich die gekletteren Touren. Zur Leitertal Eisarena steigt man am besten mit Tourenski zu, zum Obstanser geht’s auch ohne Zusatzausrüstung.

Leitertal Eisarena

 

Obstanser Eisfall

 

Nun sind die Tauern nicht nur ein lohnenswertes Ziel für Eiskletterer – auch das Herz von manch Skitourengeher schlägt höher, wenn er an diese Region der Ostalpen denkt. Während unseres Camps waren die Bedingungen noch dazu fast perfekt: Die starken Schneefälle der vorangegangen Tage hatten den östlichen Teil der Ostalpen verschont, die Lawinensituation entspannte sich schnell. Zudem versprach der Wetterbericht meist sonnige und relativ windstille Tage während des gesamten Aufenthalts. Und so nutzen nicht wenige von uns die Möglichkeit, morgens nach dem Frühstück ganz entspannt vom Haus aus wegzugehen. Die Autos blieben stehen, abgeschnallt wurde nach der Abfahrt erst wieder vor der Haustür.

Als Eingehtour wählten die meisten von uns den Anstieg auf den Hochgasser (2.922m / ca. 1400 Hm), eine lawinensicher Skitour in mäßig steilem Gelände. Verfehlen konnte man den Gipfel nicht, tiefe Spuren zeugten von der Beliebtheit dieses Skitourengipfels. Beim Abfahren minderte ein Harschdeckel allerdings den Spaß. Doch frischer Pulver fand sich während des Camps nur in ausgewählten Hängen. Skifahrerisches Können stellte insbesondere Gabor bei einer Hochgasser-Tour unter Beweis: Nach dem Bruch seiner Dynafit-Bindung ging es im Tele-Mark-Stil ins Tal.

Als ebenso beliebt stellte sich schnell der Silling (2859 m / ca. 1350 Hm) heraus, den die meisten der Tourengeher unter uns nicht links liegen ließen. Neben diesen Skitourenklassikern in der Region brachen einige von uns noch in Richtung Riegelkopf (2.921m / ca. 1410 Hm) und zu weiteren Zielen auf. Teils wurden mehrere Gipfelanstiege kombiniert.

Höhepunkt für eine kleine Gruppe war eine Besteigung des Großvenedigers (3.674 m / ca. 2170 Hm) aus dem Tal. Gegen fünf Uhr morgens ging es im Schein der Stirnlampen eine gefühlte Ewigkeit flach taleinwärts, bevor wir endlich im steilsten Teil der Route begannen, Höhenmeter zu machen. Glücklicherweise hatten ein paar Jungs tags zuvor die Spurarbeit übernommen, so brauchten wir nur hintendrein zu trotten. Spätestens nach der Tour stellte sich bei allen, die dabei waren, tiefe Zufriedenheit ein, den Venediger noch aus dem Tal „mitgenommen“ zu haben.

 

Maria, Gabor, Susanne und Vroni haben am Samstag (als der Rest am Großvenediger war), eine Skitour zum Felber Tauernkogel (2988m) gemacht.

Skitour Felber Tauernkogel
Skitour Felber Tauernkogel

 

Die Tour hatte 1600hm und ist als eher schwere Tour angegeben. Nach einer steilen Querung oberhalb des Eisparks ging es in ein Seitental zur St. Pöltener Hütte, in dem den ganzen Tag kein anderer Mensch war. Bis zur St. Pöltener Hütte eher flaches Skigelände, danach kam ein steilerer Gipfelhang >35 Grad und die letzten 50-70 Höhenmeter sind wir zu Fuß über einen Grat auf den Gipfel gestapft.

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